Die Eingewöhnung der Garnelen an mein Aquarienwasser ist für mich eines der wichtigsten Themen überhaupt. Wer dort Fehler macht, kann mit dem Tod seiner gerade gekauften Garnelen rechnen, auch noch nach mehreren Tagen.

Garnelen gewöhnen sich nur sehr langsam an andere Wasserwerte.

Die Eingewöhnungszeit sollte wenigstens 2-3 Stunden betragen.

Die sicherste Methode ist für mich die sogenannte Tröpfchenmethode.

 

Was brauche ich dafür und wie mache ich das?

 

Ich brauche ein kleines ca. 5 Liter fassendes Aquarium z.B. aus Plexiglas, einen ca. 1,5 m langen Luftschlauch, einen dazu passenden Absperrhahn, 1-2 Wäscheklammern und ein weiteres kleines Gefäß.

Wenn die Tiere zu Hause ankommen, befinden diese sich ja in einem Transportbeutel.

Den gesamten Inhalt des Beutels überführe ich behutsam in mein kleines Aquarium. Dann stecke ich den Luftschlauch in das zukünftige Haltungsbecken, sauge mit dem Mund Wasser an und stelle den Absperrhahn so ein, dass ca. jede zweite Sekunde ein Tropfen tropft. Den Schlauch befestige ich dann mit einer Wäscheklammer an meinem kleinen Becken. Da das kleine Aquarium nicht so hoch ist, wie das Haltungsbecken, kann man dieses auf einer Ebene aufstellen.

Dann warte ich solange, bis mein kleines Aquarium fast voll ist.

Nun mache ich die letzten Schritte. Weicht die Temperatur des Raumes von der im künftigen Haltungsbecken um mehr als 2°C ab, fülle ich mein zweites kleines Gefäß mit etwas Wasser aus dem kleinen Aquarium, setze die Tiere dort ein und lasse dann dieses ca. eine halbe Stunde auf der Wasseroberfläche des Haltungsbeckens bei ausgeschalteten Licht treiben. Danach entlasse ich meine Garnelen in ihr neues zu Hause.

Nun fülle ich mein Haltungsbecken mit meinem Wasser auf, welches ich auch zum Wasserwechsel benutze.  Zum Abschluss gieße ich das Wasser aus meinem kleinen 5 Liter Aquarium weg und spüle dieses dann  aus.

 Diese Methode wende ich auch an, wenn ich Tiere innerhalb meiner Anlage umsetze. In nur wenigen Fällen (wahrscheinlich in keinem Fall) stimmen die Wasserwerte verschiedener Becken überein. Dabei spreche ich nicht nur von den üblichen Werten, wie PH, KH und GH.  

 

 

 

                               

 

 

        

    

 

 

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