Hier stelle ich meine Tigergarnelen vor.

 

Die Ursprungstiere meiner Zucht war ein Stamm Schwarze Tiger BT 0 OE und ein Stamm Dunkelblaue Tiger OE. Aus einer Not heraus musste ich nunmehr vor mehreren Jahren beide Stämme in einem Becken unterbringen (Beckenbruch). Es dauerte nicht lange und ich hatte bald sehr viele Junggarnelen. Diese wollte ich nun an Liebhaber abgeben. Da ich mir damals nicht sicher war, unter welchem Namen ich die Tiere nun abgeben sollte, setzte ich mich mit Kai A. Quante (einem führenden Garnelenexperten in Deutschland) in Verbindung. Er schrieb mir wörtlich: “ Hallo, ich persönlich würde sie ehrlich als Mischlinge blau/schwarz beschreiben. Das ist ja nichts schlechtes.  Auf den Championaten stehen normalerweise als schwarze immer blauschwarze, denn das blau bringt etwas Leuchtkraft und verdeckt unsaubere Stellen beim Schwarz.“ Da ich ein ehrlicher Mensch bin, werde ich das auch tun. Garnelenliebhaber, die einfach super schöne Tigergarnelen OE mit einer blauen Körperfarbe in ihrem Becken haben wollen, sind bei mir genau richtig. Dass ich mich soweit aus dem Fenster lehnen kann, bestätigen mir die vielen positiven Bewertungen über die Klasse meiner Tiere. Das bekräftigt mich sehr in meiner züchterischen Arbeit. 

 

Die Tiere leben bei mir in Leitungswasser, welches ich mit einem Blockfilter garnelen- bzw. fischtauglich mache. Der Leitwert beträgt ca. 300.

 

 

Meine blauen/dunkelblauen Tiger OE

 

Tierbeschreibung:

Tigergarnele

Lateinischer Name: Caridina cf. Cantonensis  OE

Herkunft:  Zuchtform der Tigergarnelen

Größe: 20-30mm

Ph:  6-7,5

Gh:  3-12° dh

Kh:  2-10° dh

Temp.:  18-28°C

Lebenserwartung: 1,5-2 Jahre

 

Allgemein:

Alle Tigergarnelen mit orangenen Augen sind Mutationen oder Zuchtformen der Urtigergarnele. Diese Mutationen wurden von Züchtern bei denen sie aufgetreten sind selektiert. Daraus entstanden dann solch herrliche Zuchtformen der Tigergarnele wie z.B. die Dunkelblaue OE und die Schwarze Tigergarnele OE. Es gibt Vermutungen, dass die Tiere ganz oder teilweise blind sind. Leider gibt es bis heute keine oder nur sehr wenige Stämme z.B. von der blauen Tigergarnele, welche nur blauen Nachwuchs zeugen. Die Besonderheit ist aber, dass auch farblose (blonde) Tigergarnelen mit orangenen Augen selbst wiederum blauen Nachwuchs erzeugen können. Deshalb findet man oft in Tierbeschreibungen von blonden Tigergarnelen das Anhängsel „Spalterbig zu blau“. Die orangenen Augen sind jedoch erbfest.

Tigergarnelen bevorzugen etwas härteres Wasser als die Bienengarnele. In allen anderen Dingen ist sie ihr gleich zusetzen.

 

Mein Fazit: Tigergarnelen sind nicht umsonst sehr begehrte Tiere und jeden Cent wert. Es sind gerade in unserer Zeit ideale „Haustiere“, welche in der Anschaffung und der Unterhaltung relativ wenig Kosten verursachen. Man muss ihnen nicht viel Freizeit opfern und man kann sie auch mal wenigstens eine Woche allein zu Hause lassen.  Ihre kurze Lebenszeit gleichen sie mit einer hohen Nachwuchsrate aus. Man sollte lediglich ca. alle 5 Generationen mal ein paar neue Tiere in seinem Stamm integrieren um sie genetisch gesund zu erhalten. Es gibt wenig schöneres, als wenn man sich abends von der Arbeit gestresst  nach der Fütterung  vor das Aquarium setzt und schaut, was die kleinen Kerle so machen. Das Aquarien einen  psychologisch positiven Effekt auf uns haben können, ist unbestritten und teilweise anerkannt.

 

        

    

 

 

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