Hier möchte ich zeigen, wie ich Garnelen mit Lebendankunftgarantie versende

Aufgrund mehrerer Anfragen wie ich denn die Garnelen versende, habe ich mich entschlossen, meine Methode allen Interessierten zu erklären. Nach langjähriger Erfahrung kann ich behaupten, dass ich weder im Winter noch im Sommer Ausfälle an Tieren hatte. Die Garnelen sind bis jetzt immer putzmunter bei dem neuen Besitzer angekommen. Das zeigt, dass der Versand für die Tiere nicht gefährlich ist. Allerdings nur, wenn der Absender den Versand äußerst gewissenhaft vorbereitet bzw. durchführt. Aus verschiedenen Gründen lehne ich einen Versand in sogenannten selbst atmenden Transportbeuteln, in Plasteflaschen, in einfachen Gefrierbeuteln, in nicht mit Styropor ausgegleiteten (auch im Sommer) Kartons und den Versand als Päckchen ab!!!

 

Besonders freut mich, dass meine jahrelange Versandmethode nahezu identisch mit der ist, welche in der  Ausgabe 01/2015 der Fachzeitschrift Caridina beschrieben wird.

 

 

Nun meine Methode Schritt für Schritt 

 

 

Schritt 1

Nachdem der erste Transportbeutel mit ca. 1L Wasser gefüllt wurde und die Garnelen vorsichtig gefangen und eingesetzt wurden, kommen jetzt ein paar (unbenutzte!!) Schaumstoffstreifen oder Würfel in den Beutel, damit die Tierchen was zum festhalten haben.

 

 

 

 

 

 

Schritt 2

 

Nun wird der Beutel mit Atemluft aufgeblasen, verdrallt und mit wenigstens einem stabilen Gummi verschlossen. Ich halte ihn jetzt vor mein Gesicht und drücke etwas zu. Damit kontrolliere ich, ob Luft austritt. Ist das nicht der Fall, gehe ich zum nächsten Schritt über.  

(Ist anzunehmen, dass die Tiere über 5 Tage unterwegs sein könnten, ist der Atemluft reiner Sauerstoff vorzuziehen.)

 

 

 

Schritt 3

 

 

 

Jetzt Schiebe ich über den ersten Beutel einen zweiten, etwas größeren und verschließe ihn ebenfalls mit einem Gummi. Dieser Beutel dient als Auslaufschutz.

 

 

 

 

 

Schritt 4

 

 

Das ist der stabile, ausreichend große und mit Styropor ausgekleidete Karton mit Deckel. Er erfüllt den gleichen Zweck wie eine Styroporkiste.

Aber nur wenn

- das Styropor passgenau zugeschnitten wird und

- mindestens 2cm dick ist

Eine Verklebung der Schnittstellen ist nicht unbedingt notwendig.

 

  

Schritt 5

 

 

Jetzt wird der doppelte Beutel mehrlagig mit Zeitungspapier umwickelt. Papier ist ein sehr guter Isolierstoff der auch im Hausbau immer mehr zur Anwendung kommt.

 

 

 

 

 

 

Schritt 6

 

 

Jetzt wird der Beutel etwas schräg in die Kiste gelegt. Durch die Schräge wird die Schaukelbewegung beim Transport etwas reduziert. Das Heat Pack (Heizkissen) wird ausgepackt, geschüttelt, in ein Stück Zeitungspapier gelegt und

 

 

 

 

 

Schritt 7

 

seitlich neben den Beutel gelegt. Eigentlich ist es egal wo das Heizkissen platziert wird. Vorsicht, auch wenn man glaubt den Tieren etwas gutes zu tun - niemals das blanke Kissen direkt an den blanken Beutel legen. Das kann tödlich enden. In der Spitze der Wirkungsweise erreicht das Kissen 30-40°C, viel zu warm. Die  Aufgabe des Kissens ist, die Lufttemperatur in der Kiste zu erhöhen bzw. Konstant zu halten. Die Temperatur des Transportwassers wird

sich der Lufttemperatur in der Kiste anpassen. 

 

 

Schritt 8

 

 

jetzt etwas, was nach meiner Erfahrung oft vergessen wird. Weil das Heizkissen nur so lange arbeiten kann wie Sauerstoff in der Kiste ist, bohre ich jetzt ein kleines Loch mit einer Aale in die Kiste. Lässt man das Loch weg kann es vor allem in zu kleinen Kisten die noch ordentlich vollgestopft wurden dazu kommen, dass ein 40 h Kissen nach vielleicht 12 h aufhört zu arbeiten, weil der Sauerstoff in der Kiste aufgebraucht wurde.

 

 

Schritt9

 

nun polstere ich die Kiste mit zerknülltem Zeitungspapier oder Schnipseln bis zum oberen Rand aus

 

 

 

 

 

 

 

 

Schritt 10

 

jetzt noch eine Lage Papier und dann den Styropordeckel drauf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schritt 11

 

 

dann ordentlich zugeklebt, Adressschein aufkleben und ab zur Post.

Beim zukleben achte ich darauf, dass ich das kleine Luftloch nicht zu klebe.

 

 

 

 

 

 

 

 

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